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Affirmationen erfolgreich einsetzen - Schritt für Schritt

12/2/2016

by

Bikash Frost

Ich bin leidenschaftlicher Golfer und hatte lange Zeit Schwierigkeiten mit langen Bahnen. Meine Mitspieler haben meist viel weiter geschlagen als ich. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich selbst jemals längere Schläge produzieren könnte. Natürlich hat mich das genervt.

Zum Glück meditiere ich täglich und habe gelernt, mich zu kontrollieren und eine positive Attitude zu behalten. Deshalb habe ich es geschafft, nicht an den zu kurz geratenen Schlägen zu verzweifeln. Dennoch habe ich mich gefragt, was ich tun muss, um meine Schlagweite zu verbessern.

Schließlich habe ich bemerkt, dass ich vornehmlich eine Blockade im Kopf hatte. Gedanken spielen sich ja im „Stillen“ ab, solange sie nicht ausgesprochen werden. Wenn ich mit anderen Spielern auf einer Runde war, habe ich mich dabei ertappt, wie ich sagte „meine Schläge sind eh immer etwas kurz“ oder „ich kann nicht so weit schlagen“. Jetzt waren die Gedanken nicht mehr in der Stille verborgen, sondern sind an die Oberfläche meines Bewusstseins gelangt.

Im Grunde habe ich mich gegenüber den anderen, besonders aber gegenüber mir selbst für meine „Schwäche“ rechtfertigen wollen. Das geht gefühlsmäßig am elegantesten durch sogenanntes „Storytelling“. Denn das ist das was ich gemacht habe. „Meine Schläge sind eh immer etwas kurz“, ist auf eine Art eine kurze Story. Ich habe mir quasi selbst den Segen gegeben, dass diese „Schwäche“ ok ist und sich wohl nie ändern wird.

Hinter der Story verbarg sich mein Glaube, meine Überzeugung, ich könne nicht weit schlagen. Nun da ich mir meines Glaubenssatzes bewusst wurde, habe ich mir dafür positive Affirmationen geschaffen. Eine Affirmation ist ein Glaubenssatz, also ein Gedanke der meine positive oder negative Überzeugung von einer bestimmten Sache ausdrückt. Wir alle laufen ständig mit vielen Glaubenssätzen durchs Leben, meist ohne uns dessen bewusst zu sein.  Meine Affirmationen im Golf heissen jetzt: „mein Schwung ist entspannt und weit“ und „mein Schwung und meine Weite verbessern sich stetig“. Seit ich diese Affirmationen regelmäßig verwende sind meine Schläge viel konstanter geworden und im Schnitt etwa 20 Meter länger. Und ein Ende ist nicht abzusehen.

Was hat sich für mich durch die Affirmationen geändert?

Zunächst hat mir die Affirmation gedanklich die Möglichkeit eröffnet, dass es machbar ist, weiter zu schlagen. Ich habe mich also nicht mehr blockiert. Durch diese Öffnung habe ich viele äußere Hilfestellungen von Anderen erhalten, die mir weiter geholfen haben. Gleichzeitig habe ich im Rahmen des Golfspiels einen besseren Zugang zu meiner Intuition bekommen. Mein Körper weiß eigentlich was er für einen „guten“ Schlag tun muss. Das wußte er auch früher schon, nur haben mir die positiven Affirmationen geholfen, ihn zu lassen. In meinen Gedanken kann ich jetzt meinen Golfschwung fühlen und lernen wie ich immer besser schwinge. Das tolle ist, wenn ich das nächste Mal auf dem Platz bin, kann ich bereits vieles davon umsetzen.

Klar, ich berichte Dir hier von einer meiner Erfahrungen im Golfspiel. Und möglicherweise bist  Du kein Golfer. Das macht nichts, denn das Prinzip funktioniert in jeder Lebenssituation, gleich, ob im Spiel oder bei der Arbeit.  Im Sport bekommt man die Ergebnisse häufig schneller als im Business und kann so leichter aus den Erfahrungen lernen. Und Du kannst es auch. Vielleicht beginnst Du in Deiner Sportart und überträgst Deine Erfahrungen später auf Deine Arbeit und andere Lebensbereiche.

Im Nachfrage-Sog-System arbeiten wir ganz bewusst auch mit Affirmationen, um die Einstellung zu sich selbst, zur Arbeit und zu den Kunden zu verbessern. Auf persönlicher Ebene führt das zu mehr Erfüllung und beruflich führt diese Bewusstseinsentwicklung zu langfristigen, vertrauensvollen Kundenbeziehungen.

Wie Du Affirmationen für Dich einsetzen kannst beschreibe ich gleich Schritt für Schritt. Also auf geht’s.

Affirmationen, also Glaubenssätze, sind auch Gedanken. Sie können ausgesprochen oder auch nur gedacht sein. Wenn wir z.B. sagen „Ich kann nicht singen“, „Ich bin nicht musikalisch“, „Das Leben ist hart“, dann sind das Glaubenssätze. Und die bestimmen unser Leben. Ich möchte Dir ein paar Beispiele für die vier großen Lebensbereiche ‚Beziehungen, Gesundheit, Beruf und Finanzen‘ geben.

Mit Deinen Gedanken und Glaubenssätzen bist Du der Architekt Deiner Welt.

In der Tabelle unten findest Du auf der linken Seite jeweils ein Beispiel einer negativen Affirmation und rechts ein positives Beispiel.

Unser seelisches Wesen strebt ständig nach einer Übereinstimmung zwischen unseren Gedanken und unserer äußeren Realität. Solange keine Deckungsgleichheit existiert, hilft uns unser seelisches Wesen, den Zustand unserer Gedanken zu manifestieren. Dazu bringt es uns mit Menschen zusammen oder führt uns zu Gelegenheiten, die uns helfen, den in Gedanken beschriebenen Zustand zu erreichen.

Die Schritte 1-3 helfen Dir, ein Bewusstsein für Deine Affirmationen zu entwickeln. Schritt 4 befasst sich mit der praktischen Anwendung Deiner Affirmationen.

Schritt 1: Positive und Negative Affirmationen aufschreiben

Erstelle eine Liste über zwei Seiten wie die unten abgebildete. Auf der linken Seite werden negative und rechts positive Affirmationen eingetragen. Auf jeder Seite findest Du die vier Lebensbereiche, denen Du Deine Affirmationen zuordnen kannst. Denke über Deine persönlichen Glaubenssätze nach und trage sie in die Liste ein. Fällt Dir eine positiv formulierte Affirmation ein, dann schreib sie direkt auf die rechte Seite zum entsprechenden Lebensbereich. Entdeckst Du zunächst eine negativ formulierte Affirmation, dann schreib sie bitte zuerst auf die linke Seite.

Hier ein paar Tipps wie Du Deine Glaubenssätze entdecken kannst.

Storytelling vor Projekten und größeren Herausforderungen, als Erklärung, warum etwas nicht so funktionieren könnte wie gewünscht. Wenn dann etwas nicht gut gelaufen ist, finden wir in den Begründungen und Rechtfertigungen sehr häufig versteckte Affirmationen. Mein persönliches Golferlebnis stammt aus dieser Kategorie.

Denk auch mal daran, was Deine Eltern Dir mit auf den Weg gegeben haben. Viele Glaubenssätze stammen aus unserer Kindheit oder frühen Jugend. Eltern, Verwandte und Lehrer waren oft die Auslöser.

Beispiele:

  • Im Leben bekommt man nichts geschenkt.
  • Du kannst niemandem trauen.
  • Ich muss für mich selbst sorgen, andere kümmern sich nicht um mich.
  • Ich bin eh nicht musikalisch.
  • Ich habe keine schöne Stimme.
  • Ich kann nicht malen.
  • Ich bin sowieso zu dick.
  • Das schaffe ich nicht.
  • Ich habe immer Geldprobleme.
  • Keiner hört auf mich.

Du kannst diese Liste auch in Zukunft weiter pflegen. Was ich auch definitiv empfehle. Ich garantiere Dir, Du wirst immer wieder neue Glaubenssätze in Deinem Leben entdecken. Je mehr Du Dich damit beschäftigst, umso fokussierter wird Deine Achtsamkeit für dieses Thema. Mit anderen Worten Du findest mehr Glaubenssätze in kürzerer Zeit. Und gleichzeitig wird es Dir immer leichter fallen, positive Formulierungen dafür zu finden.

Schritt 2: Negative Affirmationen positiv formulieren

Nachdem Du begonnen hast Deine Affirmationen aufzuschreiben, ist es wichtig, die negativen Affirmationen in positive umzuformulieren auf die rechte Seite Deiner Liste zu schreiben. 
Verwende beim Formulieren die beiden folgenden Regeln.

1. Negationen vermeiden.


Stell Dir vor, Du gehst zu Deinem Lieblingsitaliener. Die Bedienung möchte Deine Bestellung aufnehmen und Du sagst „ich hätte gerne keine Pizza“. Die Bedienung weiß zwar jetzt was Du  nicht willst aber noch nicht was Du wirklich willst. Was soll sie Dir also bringen? 

Es ist sogar so, dass Dein Unterbewusstsein die Negation nicht versteht und anders interpretiert. „Ich möchte keinen Stress“ bedeutet für das Unterbewusstsein „Ich möchte Stress“. Und den werden wir dann auch bekommen. Besser wäre es zu sagen „Ich möchte intensiv und entspannt arbeiten“.

2. Formulierungen immer in der Gegenwart.

Affirmationen sollen immer in der Gegenwart formuliert werden, so als wäre der Zustand oder das Ziel bereits erreicht. „Ich bin gesund“ (auch wenn ich im Moment krank bin). 
Formulierungen in der Zukunft, z.B. „Ich möchte gesund werden“, werden vom Unterbewusstsein so interpretiert, dass wir diesem angestrebten Zustand ewig hinterherlaufen aber nicht erreichen.

Schritt 3: Neue Affirmationen für Deine Ziele formulieren.

Bisher hast Du eine Liste mit Glaubenssätzen angelegt, die Du bereits seit geraumer Zeit mit Dir rumträgst. Und was ist mit Deinen Zielen und Projekten die Du noch realisieren möchtest?

Schaffe Dir einfach neue Affirmationen, die Dir helfen werden, Deine Ziele noch besser und schneller zu erreichen. Nehmen wir an Du möchtest eine neue Sprache lernen, z.B. Portugiesisch. Deine Affirmationen könnten dann lauten: „ich liebe Portugiesisch“, „Portugiesisch fliegt mir zu und ich tue mich leicht es zu sprechen“.

Schritt 4: Affirmationen mit Emotionen verbinden.

In den ersten drei Schritten hast Du ein Bewusstsein für Deine Affirmationen entwickelt und sie in einer Liste zusammengetragen. Jetzt kommt die Krönung, denn Du wirst Deine Affirmationen jetzt regelmäßig anwenden, damit sich Dein Verhalten und Deine Realität entsprechend entwickeln können.

Affirmationen sind besonders stark, wenn sie mit Emotionen und kraftvollen Gefühlen verknüpft sind. Emotionen stellen sich oft schon dadurch ein, dass wir die Affirmation häufig wiederholen.
Wenn wir etwas nur einfach mechanisch wiederholen, sind wir nicht besser als ein Papagei. Es wird keine Wirkung haben.


Sicher hast Du schon mal einen Sänger gehört, der technisch hervorragend gesungen, Dich aber nicht berührt hat. Ein anderer Sänger dagegen war technisch vielleicht nicht so perfekt, hat Dich aber emotional sofort mitgenommen. Wie ist das möglich? Der Sänger der Dich erreicht hat, hat ganz sicher selbst etwas starkes gefühlt als er sang. Wenn Du genau so ein starkes Gefühl für Dich erzeugen kannst, während Du Deine Affirmationen wiederholst, dann entfalten die Affirmationen mit Sicherheit sehr bald schon ihre Wirkung.

Ein Tipp wie Du schnell ein Gefühl entwickelst, das Dir bei Deinen Affirmationen hilft. Stell Dir so gut und so intensiv wie möglich vor, was es Dir bedeutet, wenn Du den Zustand erreichst, den die Affirmation beschreibt. Identifiziere Dich völlig mit dem Ziel.

Jetzt ist es an Dir, diese Schritt für Schritt Anleitung zum Umgang mit Affirmationen umzusetzen. Hab etwas Geduld und bedenke, Dein jetziges Leben ist wie es ist wegen Deiner bisherigen Glaubenssätze. Du hast Dir also einige Zeit dafür gelassen. Gib Dir nun auch ein wenig Zeit, damit Deine neuen Affirmationen wirken können. Mit etwas Geduld, Disziplin und Intensität wirst Du es ganz sicher schaffen.

Ich würde mich freuen, von Deinen Erfahrungen zu hören. Falls Du Fragen zu diesem Thema hast kannst Du mir auch gerne eine E-Mail schreiben an info@nachfrage-sog-system.de

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Herzliche Grüße

Bikash Frost

nachfrage-sog-system.de

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